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Die Zeit der Billigraten ist vorbei

06.06.2016

Am Montag startet bei Ihnen im Hotel der AHGZ-Wellness-Gipfel. Warum sind die Kongressteilnehmer bei Ihnen genau richtig, um sich zu diesem Thema weiterzubilden?
Peruzzo: Die aktuellen Tagungspunkte passen perfekt: Das Thema Badekultur, wo hat diese einen besseren Ursprung, als im ältesten Seebad Deutschlands. Ebenso das Thema Spa-Planung und Sanierung. Sie wissen sicher, dass wir aktuell in der Planung eines umfangreichen Um-und Anbau für unseren Spa-Bereich stecken. Digitales Spa-Marketing ist ebenso hochinteressant für uns – wir sind gerade mit unserer neu überarbeiteten Website online gegangen.
Soweit ich weiß, sind die Rennovationen im Bereich Wellness noch nicht abgeschlossen und weitere Investitionen, auch ein Neubau, sind noch in der Pipeline. Was haben Sie noch vor? Warum planen Sie genau diese Maßnahmen?
Peruzzo: Der Sommer ist kurz, wir wollen ganzjährig noch attraktiver für unsere Gäste werden, ein Grund, warum wir uns für den Neubau zum Spa-Bereich entschieden haben. Geplant ist ein zusätzliches Gebäude u.a. mit beheiztem Außenpool. Aber auch bis zum Baustart haben wir noch einiges in unserem Spa-Bereich vor. Der Ruheraum wird nicht nur vergrößert, sondern auch zu stilvollen Relax-Zone umgebaut, der Private Spa erhält eine zeitgemäßere Ausstattung, die Dampfsaunen werden modernisiert, weitere Anwendungs-und Kursräume den spezifischen Ansprüchen unserer Gäste angepasst.
Mittlerweile wird von den Gästen Wellness mit nachhaltigem Effekt erwartet. Wie genau positionieren Sie sich – auch im internationalen Wettbewerb?
Spa trägt aus dem Lateinischen die Bedeutung „ Gesundheit durch Wasser“ – dort liegt der Ursprung unseres Hauses.1793 errichtete Herzog Friedrich Franz I. zu Mecklenburg-
Schwerin auf Anraten seines Leibarztes, der ihn von der Wirkung des Meeres auf den Körper überzeugte, das erste Seebad Deutschlands in Heiligendamm. Er ließ ein Badehaus bauen und es folgte ein Ensemble aus Bade- und Logierhäusern. Wir haben den Motivator für Erholung und Wellness genau vor der Tür – die Ostsee. Welche Anwendungen in einem SPA angeboten werden, liegt oft an der Lage des Hotels. Wir arbeiten die regionalen Gegebenheiten in unser Wellnessangebot mit ein. Basierend auf der Badetradition und der Lage direkt am Meer bietet der Heiligendamm SPA z.B. Meeres- und Baderituale an. Dabei spielen Meersalz und Algenprodukte, aber auch das „Strandgold“, wie der Ostseesanddorn gern genannt wird, eine wichtige Rolle. Diese Produkte der Natur findet der Gast in mehreren Anwendungen des Hauses - und genau dort wollen wir hin: zurück zur Ursprünglichkeit, zur Natur. Man könnte auch sagen, wir wollen die Haut daran erinnern, was sie selbst kann, sich auf natürliche Art und Weise zu regenerieren.
Und so haben wir im vergangenen Jahr z.B. ein neues Spa-Konzept mit eigenen Produkten entwickelt. Wie gesagt, warum nicht nutzen, was die Natur genau vor der Tür des Grand Hotel Heiligendamm zu bieten hat? Und dabei sind nicht nur die salzhaltigen Aerosole, die das Meer in Heiligendamm aufwirbelt, ein wahres Lebenselixier, sondern auch Kräuter aus der Region.
Wie spiegelt sich die Region in Anwendungen wider?
Peruzzo: Wir haben eine neue Wellnessanwendung „Aufatmen“ kreiert, die es in sich hat. Ein Balsam mit natürlichen Inhaltsstoffen aus Pflanzen der Region, vitalisierendes Aromaöl und eine Bienenwachskompresse mit dem antibiotischen Wirkstoff Propolis. Diese Produkte basieren aus einer Zusammenarbeit mit Dr. Joseph von Vitalis und auf wissenschaftlichen Studien der Universität Rostock. Sie setzten sich mit Kräutern und Pflanzen, ausschließlich in der Region vorkommend, auseinander und filterten die wirkungsvollsten Inhaltstoffe für die neuen Heiligendamm-SPA Produkte heraus. Neben Thymian, Eukalyptus, Waldkiefer, Minze und Lindenblüten, kamen auch Lavendel und die beruhigende Wilde Möhre zum Einsatz. Dazu haben unsere Therapeuten eine atmungsaktive Massage, u.a. mit Anregung der Gäste zusammengestellt, die sie sich als Kombination aus speziellen Massagegriffen, Dehnung und Atemführung vorstellen müssen. Sie hat das Ziel die Atempausen zu verlängern und parallel die Verspannungen der Faszien im Bindegewebe zu lösen. Abschließend bringt die Bienenwachskompresse, mit duftendem Lindenblütenkissen auf der Brust, eine wohlige Beruhigung – nicht nur für die Atemwege. Ich weiß wovon ich rede, ich habe es natürlich ausprobiert.
Sprechen wir über die Geschäftszahlen, mit denen das Hotel über viele Jahre so zu kämpfen hatte. Denn Investitionen müssen ja erwirtschaftet werden. Wie haben Sie es geschafft, das Hotel in die schwarzen Zahlen zu bringen?
Peruzzo: Im Übernahmejahr hatten wir einen Gesamtumsatz unter 12 Millionen Euro. 2015 war das beste Geschäftsjahr in der 12-jährigen Geschichte des Hauses, mit einem Umsatz von 15 Millionen Euro und einem gleichzeitigen operativen Ergebnis von 1,5 Millionen Euro. Ein Grund dafür ist unter anderem, dass die Stammgäste noch häufiger wiederkehren als in den Jahren zuvor. Der private Gast bringt dem Haus wieder mehr Vertrauen entgegen, weil Ruhe einkehrt. Eins der größten Probleme war das Verhältnis der Kosten und des Umsatzes bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung in der Gastronomie. Das hat einfach nicht gestimmt und daran haben wir gearbeitet. Außerdem musste sich die Auslastungsrate verbessern. Im
Übernahmejahr lag diese bei 40 Prozent, ein Hotel lässt sich aber erst rentabel betreiben, wenn die Quote bei etwa 60 Prozent liegt. Mittlerweile liegt die durchschnittliche Belegung bei 57 Prozent.
Wie gestalten sich bei Investitionen (die schätzungsweise Sie im Wesentlichen vorantreiben) die Verhandlungen mit dem Eigentümer? Welche Vorteile hat ein inhabergeführtes Hotel (oder Nachteile?), wie läuft die Abstimmung mit dem Geschäftsführer bzw. Eigentümer?
Peruzzo: Das Haus profitiert in jeder Hinsicht davon eigentümergeführt zu sein. Dass der Eigentümer sich regelmäßig auf dem Gelände aufhält, sich als aufmerksamer Gast versteht und unter unsere Gäste mischt bringt einen Flair mit sich, den das Haus die Jahre zuvor nicht hatte. Dieses Flair versuchen mein Geschäftsführerkollege, Patrick G.Weber und ich ebenfalls zu verkörpern und auf Gäste und Mitarbeiter zu übertragen. Eine solche Atmosphäre braucht ein Ferienresort wie Heiligendamm. Die Strategie aus Vorjahren, mehr Belegung um jeden Preis, was mit Billigraten erreicht wurde, ging hier nicht auf, sondern ein e bestmögliche Rate mit einem Topservice. Seit der Übernahme haben wir die Durchschnittsrate pro Zimmer von 190 auf 265 Euro gesteigert.
Die Zusammenarbeit läuft innerhalb dieses „Kreises“ (Eigentümer/ Geschäftsführer) hervorragend, kollegial bis freundschaftlich. Die Abstimmung findet dabei, wie sie es in einem mittelständischen, inhabergeführten Unternehmen sein sollte, nahezu täglich telefonisch und zu regelmäßigen Terminen in entsprechenden Sitzungen statt.
Die Aufgabenteilung ist dabei klar umrissen. Unser Eigentümer setzt die Impulse, die wir aus der Geschäftsführung heraus umsetzen, wobei mein Kollege (Geschäftsführer Patrick G. Weber) die kaufmännischen Themen übernimmt und mir die operative tägliche Führung des Unternehmens obliegt.
Kann es sich ein Luxushotel leisten, Personal und Angebot einzukürzen? Und falls es die Gäste nicht merken, wie haben Sie das verpackt? Was bieten Sie vielleicht stattdessen? Was bieten Sie Stammgästen an Neuigkeiten, die schon seit Jahren kommen und erwarten, dass sich etwas verändert?
Peruzzo: Wer Luxus bieten will, braucht natürlich das Personal dazu und auch das Angebot sollte dem Luxussegment entsprechen. Wir haben in beiden Bereichen optimiert. Das heißt, wir haben in Technologien und Ausstattung investiert um Abläufe in sich effizienter zu gestalten. Im Angebotsbereich verhält es sich ähnlich - wir haben uns die Reisemotivationen unserer Zielgruppen angesehen und unser Angebot danach ausgerichtet. Dazu gehört unter anderem die Aktivierung unseres Tennisplatzes. Außerdem haben wir unsere Strandbar vergrößert und sagen wir, noch etwas, mit Musikinstallationen und neuen Möbeln, verschönert. Dazu gehörte auch, weitere Strandkörbe anzuschaffen- schließlich soll es sich jeder Gast während unserer legendären Sommerkinoaktionen gemütlich machen können. Im Januar haben wir uns außerdem eine dreiwöchige Schließung des Hauses geleistet, um aufwändige Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten, wie das Erneuern der Fußböden in den Zimmern, Suiten und den öffentlichen Bereichen des Hotels zu realisieren. Der Poolbereich und die Marmorböden erhielten eine Schönheitskur und die Nelson Bar darf sich über eine komplett neue Küche freuen. Und nicht zu vergessen unsere Ladestation für Elektroautos, das ist ein Trend, der immer stärker wird.
Aber machen wir uns nichts vor, es ist auch gut, sich an das zu erinnern, was man hat. Wir merken, dass viele unserer Gäste authentische Werte schätzen, damit meine ich z.B. die
Ostsee, die Waldluft, laue Sommerabende am Strand, dazu ein kleines Lagerfeuer mit Barbecue. Unsere White Nights mit DJ Raphael Marionneau müssen Sie sich genauso vorstellen. Diese Sommerveranstaltungen sind bei unseren Gästen sehr beliebt. Aber auch die Liebe zur Geschichte unseres Hauses erntet Anerkennung. Unser Kurhaus- 2017 wird es 200 Jahre alt- einst von Gründer zum Zwecke eines Gesellschaftshauses erbaut, erfüllt es auch heute genau diesen Zweck. Im majestätischen Ballsaal oder im Musiksalon finden Konzerte und Lesungen mit hochkarätigen Künstlern statt. Wer kulturell gern auf Reisen geht, findet bei uns über das gesamte Jahr einen Grund vorbeizuschauen. Lesungen mit Andrea Sawatzki, Ben Becker oder Hannelore Elsner waren ein Highlight. Demnächst kommt beispielsweise Dietmar Wischmeyer zu uns, der Erfolgsautor Martin Suther wird erneut in Heiligendamm lesen und im August ist Entertainer Harald Feuerstein mit seiner Lesung in Heiligendamm.
Ihr Hotel ist zwar aufgrund des G8-Gipfels fast Jedem ein Begriff. Aber es liegt etwas ab vom Schuss, oder? Wie vermarkten Sie sich bzw. wie haben Sie die Auslastung gesteigert (wie hoch war sie, wie hoch ist sie jetzt), welche neuen Zielgruppen haben Sie erschlossen?
Peruzzo: Seit dem G8-Gipfel gab es noch viele weitere kleine Gipfel in unserem Haus. Ganz aktuell der AHGZ–Wellness-Gipfel. Und erst vor einer Woche konnten wir den Gourmetgipfel um unseren Sternekoch Ronny Siewert feiern. Er ist zum siebten Mal in Folge mit dem Titel „Bester Koch des Landes“ ausgezeichnet worden. Die Gourmetküche in MV hat einen Nerv bei den Gästen getroffen – Siewert`s Feinheit und Raffinesse im Umgang mit regionalen Produkten ist ein Gourmetabenteuer, das immer mehr Gäste auf dem Urlaubsplan haben.
Wenn Sie Heiligendamm als kleine Insel bezeichnet, ist das nicht unbedingt verkehrt, diese allerdings ist ganz gut zu erreichen, per Bahn, ebenso mit dem Auto. Und die neue tägliche Flugverbindung zwischen Laage und München ist perfekt. Wer zu uns kommt findet Luxus der nicht Show ist, sondern Ruhe und Zeit für sich. Und dafür ist ein wenig exklusive Abgeschiedenheit bestens geeignet. Wenn es gewünscht ist, zeigt sich das Haus so vielseitig, wie die Ansprüche der Gäste. Kommen Sie gern vorbei, Sie werden von der Vielfalt überrascht sein – Segeln, Kiten, Surfen, Reiten, Radfahren, Golf , Tennis … und nicht zu vergessen unser kulturelles Angebot sowie den Spa-Bereich. Sie werden bei uns viele zauberhafte Möglichkeiten finden, dem Alltag zu entfliehen. Und ein großer Pluspunkt ist unser Eisbär-Kinderclub. Seinen Namen verdankt er unserer Patenschaft mit dem Eisbär Fiete aus dem Rostocker Zoo. Den Kinderclub müssen Sie sich wie Pippi Langstrumpfs Villa Kunterbunt vorstellen. Eine eigene Villa, wie ein riesiges Kinderzimmer über drei Etagen, mit Safari-Park, Westernstadt und Space Shuttle unterm Dach. Kinder sind bei uns immer willkommen, haben ihr eigenes Reich, fernab der Ruhesuchenden und doch ganz nah bei ihren Eltern.
Durch unseren Fokus auf bereits vorhandene Zielgruppen wie Familien, Firmenveranstaltungen und Wellnessgäste haben wir es geschafft unsere Auslastung in 2015 um knapp 10 Prozent gegenüber 2013 zu steigern. Für 2016 avisieren wir die 60 Prozentmarke zu erreichen ohne Rateneinbuße.
Welche Erfahrungen aus früheren Positionen kamen Ihnen gerade bei solch einem wundervollen, aber schwierigen Objekt wie Heiligendamm zugute?
Peruzzo. 15 Jahre Stadthotellerie mit Fokus auf Vertrieb und Optimierung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sind eine gute Basis für dieses wundervolle aber auch
sehr komplexe Haus. Meine letzte Station allerdings war sehr wertvoll. Ich habe fünf Jahre für ein Unternehmen gearbeitet, dass sich die Führungsleitlinie „Wertschätzung als Wertschöpfung“ auf die Fahnen geschrieben hat. Da habe ich vieles Mitnehmen können, was ich in Heiligendamm unbedingt gebrauchen und umsetzen möchte vor allem, was die Arbeit mit dem Team Heiligendamm betrifft. Ein guter Umgang miteinander ist oft so entscheidend in der Dienstleistungsmaschinerie eines Hotels. Was ist wichtiger in unserer Branche als die Menschen mit denen wir uns täglich umgeben, dazu gehört das Team ebenso wie die Gäste. Kommunikation ist dabei wichtiger denn je, Vertrauen ein Muss und Verantwortung ein roter Faden, der sich durch das gesamte Haus zieht. Ich stehe jeden Morgen mit dem Bewusstsein auf, verantwortlich für ein gut funktionierendes Team zu sein, überlegt und behutsam mit dieser Verantwortung umzugehen. Mein Motto: Eine wertebasierte Unternehmenskultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, wird nachhaltig der Treibstoff für den Erfolg eines Unternehmens sein.
Wie stark beschäftigen Sie aktuelle Brennpunktthemen der Branche wie Mindestlohn, Arbeitszeitgesetz, Online-Vertrieb?
Peruzzo: Wir haben bereits 2014 eine ganzheitliche Lösung zur elektronischen Arbeitszeitdokumentation eingeführt. Dieses gibt nicht nur betriebliche Sicherheit, es mindert auch den Verwaltungsaufwand und erstellt dem Arbeitnehmer einen detaillieren Arbeitszeitüberblick.
Online Vertrieb ist ein seit jeher zunehmendes essentielles Thema. Knapp 19 Prozent unserer Übernachtungen werden Online generiert. Hiervon bisher ein Fünftel über unsere eigene Homepage. Diese war aber in die Jahre gekommen, so dass sie den heutigen Anforderungen an eine eigene Homepage (Wie z.B. Tracking, Google Analytics, Responsive Design, etc.) nicht nachkam. Seit Anfang Mai 2016 haben wir eine komplett neue Homepage installiert.
Wie gewinnen und halten Sie Personal?
Peruzzo: Eine optimale Jobbörse scheint es auch für uns noch nicht zu geben. Manche setzen auf Stellenanzeigen in großen Jobportalen, andere empfehlen regionale oder branchenspezifische Jobbörsen. Bis vor einiger Zeit haben die klassischen Rekrutierungsinstrumente wie Online Gesuche und Messebesuche ausgereicht. Dieses ist aber, wie wir alle wissen, nicht mehr zielführend. Personal zu gewinnen und zu halten ist ein sehr komplexes Thema. Wir sind jüngst gut damit gefahren Verbindungen im eigenen Netzwerk zu suchen, haben die Mitarbeiter stärker bei der Suche mit eingebunden. Wir arbeiten aktuell daran unsere Arbeitgebermarke attraktiver zu gestalten - keine Teildienste, faire Bezahlung, Raum und Zeit für Entfaltung, Führen mit Werten, allseits gelebte Unternehmensphilosophie. Dies ist ein fortwährender Prozess. Kooperationen mit hiesigen Institutionen wie Universität, regionalen Schulen, dem Ministerium für Arbeit und Soziales zum Thema „guter Gastgeber – guter Arbeitgeber“ sind nur einige neue Projekte die wir eingeleitet haben. Im Zuge der Selektion deutscher Luxushotels können wir Menschen, die für uns arbeiten, eine wichtige berufliche Perspektive außerhalb des Grand Hotel Heiligendamms anbieten, welches den Reiz für uns zu arbeiten erhöht.
Ich denke, es zeichnet sich außerdem ein Trend ab, dass die Branche zukünftig Marketingaufwendungen zur Mitarbeitergewinnung fast auf dasselbe Niveau wie Gast & Image Marketing anheben wird.
Wie wohnen Ihre Mitarbeiter? Bieten Sie Mitarbeiterunterkünfte?
Peruzzo: Wir haben einen Bedarf an Wohnungen in unmittelbarer Nähe von gut einem Drittel unserer Belegschaft. Hier sind wir in der Entwicklung mit unserer Eigentümer Familie Morzynski neuen funktionalen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Aufenthaltsräume, Fitness und kostenloses W-Lan sind die Aspekte welche sich als weitere wichtige Faktoren herauskristallisiert haben. Ich denke bis Ende 2017 können wir hier mit entsprechender Fertigstellung rechnen.
Zur Person:
Geboren 1975 in Dänemark
Seine Ausbildung zum Hotelkaufmann absolvierte er im Holiday Inn in Kamen. Nach vielen Jahren bei der Eventhotel-Gruppe folgten Stationen im NH Hotel Eden Düsseldorf und Hotel Nikko in Düsseldorf.
Seit Januar 2015 ist Thomas Peruzzo General Manager im Grandhotel Heiligendamm, zuvor war er Direktor der Upstalsboom Hotelresidenz & Spa in Kühlungsborn.