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Buchempfehlungen

Unser Büchertipp für Erwachsene

"Wer fast nichts braucht, hat alles" - Angela Bajorek

Oh, wie schön ist Panama, Tigerente und der kleine Bär — Janosch ist der bekannteste deutsche Kinderbuchautor. Sein Werk umfasst über 300 Bücher, übersetzt in 40 Sprachen. Über ihn selbst weiß man nur wenig. Angela Bajorek ist es gelungen, von Janosch Einblicke in sein bewegtes Leben zu erhalten. In seinen Kinderbüchern erschuf Janosch phantastische Welten — und damit einen Kontrast zu seiner eigenen schwierigen Kindheit. 1931 im oberschlesischen Hindenburg (heute Zabrze) geboren, haben die Gewalterfahrung zu Hause und in der Jesuitenschule ihn zu einem Traumsucher gemacht und zu einem zwischen Humor und Sarkasmus schwankenden Eigenbrötler. In ihrer einfühlsamen Biographie präsentiert Angela Bajorek Janosch als faszinierenden Künstler, aber auch als ungewöhnlichen, durch Krankheiten gezeichneten und dennoch optimistischen Menschen — als einen Mann, der nach einem aufregenden Leben heute große Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Über die Autorin: Angela Bajorek ist Germanistin und lehrt am Neuphilologischen Institut der Pädagogischen Universität Krakau. Für ihre Habilitationsarbeit über Janosch begann sie an den Originalschauplätzen und in Archiven zu forschen. Schließlich tauschte sie über 900 E-Mails mit Janosch aus und besuchte ihn zweimal auf Teneriffa.


Unser Büchertipp für Jugendliche

Nils Mohl - MOGEL

Ein Partykeller in der Reihenhaussiedlung. Vier Jungs, die Bierpong spielen. Dann der durchgeknallte Einfall: Einer von ihnen wird sich für den Rest der Nacht als Mädchen verkleiden. Und so ziehen sie los – ins ChackaBum!, in die Disco am Stadtrand. Und Miguel, der nun Miguela ist, freundet sich in seiner neuen Rolle mit dem Jungsschwarm seiner Schule an: Candy. Ihr Fast-Ex sorgt schließlich dafür, dass eine scheinbar lustige Idee völlig außer Kontrolle gerät.

Über den Autor: Nils Mohl, geboren 1971, lebt und arbeitet in Hamburg. Für seinen Roman «Es war einmal Indianerland» wurde er u. a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet


Unser Büchertipp für Kinder ab 5 Jahre

„Vielleicht ist auch alles Unsinn, was ich sage“ - Janosch

Eine Hommage an einen rebellischen Künstler und sein Gesamtwerk. Der große »Janosch« , zum Blättern und Betrachten, Schmökern und Träumen, zum Sich-erinnern und ganz neu Entdecken. Janosch und seine Tigerente kennt jeder. Aber er ist mehr als das: der große Erzähler und Anarchist des Kinderzimmers erschafft seit 56 Jahren immer wieder neue Welten. Diese einzigartige Sammlung zeigt einen beeindruckenden Querschnitt durch das Werk des freiheitsliebenden Künstlers: stürmische Geschichten, witzige Reime und fantasievolle Bilder – frei und kompromisslos in allen Facetten. Mit den Janosch-Kultfiguren: Tiger und Bär • Onkel Popoff und Piezke • Löwenzahn und Seidenpfote • Schnuddelbuddel • dem Quasselkasper • Günter Kastenfrosch • Emil Grünbär.

Über den Autor: Am 11. März 1931 wurde in der oberschlesischen Bergarbeitersiedlung Hindenburg, das heute zu Polen gehört und Zaborze heißt, Horst Eckert geboren. Heute lebt er in seinem Paradies, einem alten Backofenhaus, hoch in den Bergen von Teneriffa. Wie sein berühmtestes Buch "Oh, wie schön ist Panama" haben alle seine Geschichten und Romane mit ihm selbst zu tun. Gegen Ängste der Kinder möchte Janosch mit seinen Werken ankämpfen, wohl auch, weil er genau weiß, wie Kinder auf Drohungen und Furchteinflößendes reagieren. Er selbst wurde ab dem 7. Lebensjahr von einem Jesuitenpater erzogen, der ihn lehrte, dass die Strafe der Kirche unbarmherzig und das Fegefeuer der Hölle vernichtend ist. Auch die Schule war so eine Hölle, aber die musste er zum Glück nur bis 1944 besuchen. Da war er dreizehn und bekam chronische Gelbsucht. Seine Kindheit sei sein größtes Unglück gewesen, sagt Janosch heute. 35 Jahre lang habe er gebraucht, um diese Kindheit zu vergessen. 1946 fliehen seine Eltern in den Westen. Janosch arbeitet in Textilfabriken in Oldenburg. In einer Textilschule lernt er Musterzeichnen und entwirft Hemdenstoffe. Aber Janosch hält es in festen Arbeitsverhältnissen nicht aus. Er will Maler werden. Und frei sein. So wandert er 1953 nach München, um an der Kunstakademie eine Ausbildung zu beginnen. Nach diversen Probesemestern, die sich über fünf Jahre hinziehen, fliegt er von der Schule. Doch Janosch spürt, dass nur das Malen ihm ein Leben in Freiheit ermöglicht.